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Weite Blicke in die Soers können auf der Höhenpromenade im Osten des Pferdelandparks erlebt werden. Vorbei am weiß getünchten Hofgut und zwischen Wiesen hindurch, auf dem „Weißen Weg“ über weiße Planken wandernd, erhebt sich vor dem Besucher ein unbegehbar erscheinender, mit Bäumen und Sträuchern bewachsener Damm.

Doch es öffnet sich das Dickicht zu einem in Serpentinen ansteigenden Pfad. Erst auf einer Höhe von zirka zehn Metern erstreckt sich im Norden der „Weiße Weg“ auf der ganzen Länge des ehemaligen Bahndamms. Auf der Kuppe angekommen, wird auch der Blick in den Süden frei. Der Lousberg erscheint im Blickfeld als auffällig symmetrischer, bildhaft-gerahmter Sichtausschnitt. Der ehemalige Bahndamm trennt den Park vom östlich liegenden Laurensberg ab und verläuft fast parallel zur 100 Meter entfernten Laurensberger Straße. Westlich erstrecken sich Felder zwischen Hof Gut Hausen und Schloss Rahe, die versteckt hinter Sträuchern und Bäumen liegen. Gleichzeitig ist der Damm auch eine grüne Kulisse für diese Kulturlandschaft.
Während die Lousbergterrasse dem Besucher die Landschaft in Nord-Süd-Längsrichtung erschließen soll, erlaubt die Höhenpromenade ein Querprofil der Soers. Die ehemalige Bahntrasse bietet sich allein aufgrund ihrer Höhe geradezu als außergewöhnliche Promenade und zugleich hervorragende Aussichtsterrasse an. Gleichzeitig symbolisiert die ihrer Funktion beraubte Bahndamm-Ruine eine ausgelagerte Verkehrsinfrastruktur der Kulturlandschaft, während in Sichtweite der Autoverkehr mitten durch die Soers rollt.

Den Blick freibekommen
Die Höhenpromenade der Landschaftsarchitekten RMP, Bonn, führt über rund 500 Meter auf dem Verkehrsbauwerk entlang. Das Gehölz auf der Ostflanke des Damms wird soweit ausgelichtet und freigehalten, dass in ausreichender Häufigkeit Ausblicke vom Damm über die Landschaft möglich sind. Der Weg auf dem Niveau der ehemaligen Bahntrasse wird in voller Breite vom Bewuchs befreit. Über die ganze Länge wird ein Schotterrasen angelegt. So wird der Viadukt plastisch ausgeformt und bleibt, vor dem erodierenden Zerfall bewahrt, als künstliches Bauwerk erkennbar. Der „Weiße Weg“ bekommt hier eine wassergebundene Decke mit heller Deckschicht. Seitlich werden Bänke mit Blick nach Osten aufgestellt. Das Südende der Promenade öffnet einen gerahmten Blick auf den Lousberg. Dazu werden die flankierenden Bäume erhalten und das Wegende kanzelartig ausgebildet. Am Nordende der Höhenpromenade ist ein Aufstieg von der Straße auf den Damm bereits vorhanden. Am Südende wird der Auf- beziehungsweise Abstieg in Serpentinen neu angelegt.
Projektstand: Entwurf Planer: RMP Landschaftsarchitekten (Bonn) Umsetzung: Ausführung: Stadtgebiet: Aachen, Laurensberg
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