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Außergewöhnliche Klang- und Raumerlebnisse bieten sich dem Spaziergänger am Sonnenweg. Vorbei an Schloss Rahe führt der „Weiße Weg“ die Besucher zunächst durch ein Wohngebiet, über eine Schnellstraße und dann durch ländliches Idyll mit den typischen weiß getünchten Höfen der Soers zum Sonnenweg.

Zur einen Seite des Weges neigt sich der Hang nach Süden, zur anderen verläuft die A4. Der Sonnenweg hat mit seiner wunderschönen Aussicht auf die Soerser Landschaft durchaus den Charakter eines Panoramawegs; wäre da nur nicht der unüberhörbare Lärm von der Autobahn. Urbanität, ländliches Idyll und Landwirtschaft treffen an keiner Stelle des Pferdelandparks so stark und eng aufeinander wie hier. Auf der einen Seite zeugt der Lärm der A4 von der Nähe der Stadt, auf der anderen Seite ist der Weg tagsüber herrlich in der Sonne gelegen und bietet einen schönen Blick in die ländliche Gegend. Der Sonnenweg wird von Landwirten stark genutzt – was die Kontrasterfahrung zur nahen Stadt noch erhöht.
Durch die Lage des Weges bietet sich dem Betrachter ein weiteres Mal die Aussicht auf die gesamte Soerser Landschaft - als Gegenstück zum Blick vom Lousberg. Der Gegensatz zwischen dem malerischen Landschaftsbild und dem Einbruch des Verkehrslärms von der Autobahn, der eben auch zum Charakter einer Kulturlandschaft inmitten verdichteter Stadtgebiete gehört, soll hier thematisiert werden. Entlang des Sonnenweges wird eine Bank mit einer aufgesetzten Klangmuschel gebaut, die den Autobahnlärm in andere Geräusche umwandelt. So kann man sich auch an dieser Station „in Ruhe“ dem Bild der Landschaft zuwenden.
Alle Sinne öffnen
Für die Umwandlung des Autobahnlärms an der Bank am Sonnenweg konnte der Künstler Achim Wollscheid aus Frankfurt gewonnen werden. Wollscheids Hauptinteresse gilt der Beziehung zwischen Klang, Licht und Raum und den damit verbundenen Schnittstellen. Die Bank am Sonnenweg wird von Janson + Wolfrum, München, in Zusammenarbeit mit Achim Wollscheid gestaltet. Vom Sonnenweg gelangt der Besucher unter der Autobahn durch den so genannten "Kuhtunnel", eine unansehnliche Unterführung, die Teil des Europäischen Fernwanderweges E8 und einzige Fußgängerwegeverbindung zum Grenzland Wurmtal und der Grünroute ist. Es gibt einen Vorschlag, wie der Durchgang sympathischer gestaltet werden kann. Dieser wurde aus Kostengründen von den politischen Gremien abgelehnt. Die Verwaltung sucht zurzeit eine kostengünstigere Lösung.
Projektstand: Entwurf, Baubeschluss Planer: Janson + Wolfrum (München), Achim Wollscheid (Frankfurt/M.) Umsetzung: Ausführung: Stadtgebiet: Aachen, Soers
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