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Die Spuren der früheren französischen Regentschaft im westlichen Rheinland werden am Obelisken „Zum Blauen Stein“ lebendig. Der Besucher kommt einen steilen Berghang hinauf und lässt die Autobahn hinter sich. Der „Weiße Weg“ führt hier im Sommer auf weiß glänzendem Schotter zwischen weiß blühenden Hecken und hohen Bäumen durch den Pferdelandpark.
 Die Planungsskizze zur Aussichtsterrasse am Obelisken
Der "Weiße Weg" vermittelt hier den Besuchern ein Gefühl der Geborgenheit und öffnet sich am Waldrand schließlich zu einem Platz mit Obelisk.
Der Obelisk, Ende des 18. Jahrhunderts aus Aachener Blaustein gebaut, ist Zeuge der französischen Besatzungszeit im westlichen Rheinland unter Napoleon Bonaparte. Aufgrund seiner erhöhten Lage und guter Sichtweite besteht eine Blickbeziehung zum Tranchot-Obelisken auf dem Lousberg. Das direkt an den Obelisken grenzende Wäldchen wurde nach Bonapartes Lieblingsschwester Pauline benannt und trägt daher den Namen „Paulinenwäldchen“.
Inszenierung der Landschaft an zwei Orten
An diesem Ort treffen nicht nur Vergangenheit und Gegenwart zusammen, sondern auch zwei Projekte der EuRegionale 2008. Vom Obelisken rechter Hand bergab verbindet eine neue Brücke über die Wurm den Pferdelandpark mit dem „Grenzland Wurmtal“. Durch den unmittelbar angrenzenden Parkplatz bietet sich das Areal als idealer Einstiegspunkt in den nördlichen Pferdelandpark und das Wurmtal an. Vom Blauen Stein aus besteht zudem ein hervorragender Ausblick über den gesamten Aachener Talkessel. Das Umfeld des Obelisken soll im Rahmen des Pferdelandparks aufgewertet werden, so dass ein angenehmer Ort zum Rasten auf dem „Weißen Weg“ entsteht. Zudem werden mit weiteren Maßnahmen die besonderen landschaftlichen Schönheiten der Gegend betont und vor allem erlebbar gemacht. Auch Wegeabschnitte des "Weißen Weges" werden neu und sympatischer gestaltet wie der unwirtliche Übergang Soerser Weg Ecke Zum Blauen Stein.
 Die Planungsskizze zum neuen Übergang Ecke Soerser Weg unf Zum Blauen Stein
Als weiterer Ruhepunkt am Paulinenwäldchen wird eine Aussichtsterrasse geschaffen, die am südlich exponierten Hang an der Berensberger Straße liegt. Besucher der Terrasse können die sternförmig auf die Mitte zulaufenden Alleen von diesem Punkt aus besonders gut sehen. Der „Weiße Weg“ selbst schwenkt schon am ersten Weidezaun nach Westen, um in die alte, auf Haus Berensberg zuführende Allee zu münden. Diese Allee – einige über 100 Jahre alte amerikanische Eichen sind noch vorhanden - soll wieder aufgepflanzt werden. Der „Weiße Weg“ führt vom Paulinenwäldchen aus die Spaziergänger entweder nach Süden zur „Verborgenen Mitte“ oder es geht weiter nördlich nach Herzogenrath. Die zweiteilige Station rund um das Paulinenwäldchen wird vom Büro 3+ Freiraumplaner, Aachen gestaltet.
Projektstand: Entwurf Planer: 3+ Freiraumplaner (Aachen) Umsetzung: Ausführung: Stadtgebiet: Aachen, Soers; Herzogenrath, Berensberg
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