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Rückblick auf die Veranstaltungen 2008

 

 

"Aix Arcadia" - die Temporären Gärten

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Unter dem Motto „Aix-Arcadia“ entdeckten und inszenierten die Temporären Gärten im Sommer 2008 die kulturelle und natürliche Eigenart des Pferdelandparks. Mit den Temporären Gärten in der Soers rückte die Peripherie der Kernstadt in den Blick.

Seit 1997 verändern die Temporären Gärten die Wahrnehmung von Orten und Arealen, die sonst nicht im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen. Bisher vor allem in Berlin, aber auch in Le Havre (Frankreich) und Tartu (Estland), bieten sie mit ihren Inszenierungen, Installationen und Interaktionen ungewöhnliche Ein- und Ausblicke auf die städtische Umgebung. Dabei suchen die Temporären Gärten geeignete Mittel, um das Repertoire der Möglichkeiten des Umgangs mit Stadt und Landschaft zu erweitern.

„Aix arcadia“

Vom 14. bis 29. Juni 2008 war der Stadtrand Aachens Schauplatz der Temporären Gärten. Unter dem Motto „Aix-Arcadia“ wollten die Temporären Gärten die kulturelle und natürliche Eigenart des Pferdelandparks ent- und aufdecken. In der Soers, auf die sich die Ausstellung konzentrierte, lebt der Pferdelandpark von besonderen landschaftlichen Spannungsverhältnissen. Das romantisch anmutende landschaftliche Idyll steht im starken Kontrast zur Stadt und wird deswegen als umso freier und grüner erlebt. Allerdings wird der Eindruck des Idylls gebrochen durch querende Autobahnen. Das Motto „Aix-Arcadia“ – das gesprochen wie „Ex-Arcadia“ klingt – spielte daher durchaus mit dem Gefühl des drohenden Verlustes eines bestimmten Landschaftsbildes und -raumes.

Die Temporären Gärten in der Soers entwickelten sich aus dem landschaftlichen Kontext, aus vorgefundenen Situationen und Orten, entlang von Wegen oder Pfaden, geborgen in alten Parkanlagen oder eingebettet in geschützte Gärten. Anders als die floralen Events in Großbritannien oder Frankreich waren die Temporären Gärten keine Gärten im eigentlichen Sinne. Hier standen nicht die Pflanzen selbst im Vordergrund, sondern vielmehr die ihnen zugrunde liegende Intention. Bei den Temporären Gärten geht es weniger um das Herstellen idealer „schöner“ Gartenbilder, als vielmehr um die Entdeckung, Entwicklung und Wahrnehmung des Vorgefundenen und eine Verstärkung vorhandener Qualitäten in der Landschaft. Deshalb wurden die Orte nicht neu „besetzt“, sondern zeitweise verändert.

– die Besucher zum Weitersuchen und Mitgestalten der Gärten zu begeistern,

– generations- und herkunftsübergreifend ein positives Lebensgefühl zu vermitteln.

Die temporären Gärtner waren:

Ralf Witthaus: Ornamental Farm
Trash/Treasure: natürlich künstlich
Andreas Kaiser: Global Village
Elyse de Lafontaine: F³ [Forrest + Feathers + Ferns]
Karola Schlegelmilch: Feldrestaurant
A.M.Can: o. T. (Garninstallation)
Tilman Küntzel: Transformation von Klängen des Länderdreieck um Aachen
Robert Schmitz-Michels: Rauschende Bäume
Peter Kiefer: Grasland – Schneeland
Team Amplify! Aljona Galazan, Henn Runnel, Tit Sild, Mari Toom: Nature on/in the air
Philipp Noller, Frank Hauschildt: public viewing pond – pvp08
Bertram Weisshaar: Vom Riechen und Sehen
Barbara Brouwers, Petra Kather: Knopfgeschichten
Jörg Schlinke: Im Nebel

.Als einziges Objekt überdauerte die in die Soers schauende Skulptur des „Wanderers“ die Ausstellung der Temporären Gärten und ist dauerhaft am Weißen Weg, gleich neben der Station „Lousberg-Terrasse“, zu besichtigen.

Atelier le Balto – Marc Pouzol und Véronique Faucheur: Passe-Partout
Bart Cardinaal: The flying carpet
Kerry Morrison: The modesty of moss
Beate Lendt, Gerald Lindner, Jeroen Tacx: Gartenzwerge
Monika Brenner, Uta Göbel-Groß, Anette Sommer: Rouge en vert

Im Frühsommer 2011 soll ein kleiner Katalog zu den Temporären Gärten in Aachen erscheinen.

 

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